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FAQ – Häufig gestellte Fragen zum plötzlichen Kindstod

Kann ich mein Kind vor dem plötzlichen Kindstod schützen?

Kann ich mein Kind vor dem plötzlichen Kindstod schützen?

Durch intensive Forschung im Bereich des Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) konnten eine Reihe verschiedener Risikofaktoren identifiziert und entsprechende Empfehlungen Eltern und werdende Eltern ausgesprochen werden. Das Risiko „Plötzlicher Kindstod“ kann durch Beachtung und Einhaltung dieser Regeln zwar deutlich reduziert werden, eine 100%ige Sicherheit kann jedoch nicht erreicht werden. Viele Eltern verwenden als zusätzliche Sicherheit Geräte zur Überwachung der Atmung (z.B. Angelcare oder Babysende), um die Chance zu erhöhen, im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Kann der plötzliche Kindstod verhindert werden?

Kann der plötzliche Kindstod verhindert werden?

Leider kann der plötzliche Kindstod zum heutigen Zeitpunkt nicht verhindert werden. Das Risiko kann aber durch Einhaltung der Empfehlungen und Vermeidung von Risikofaktoren deutlich reduziert werden (Schlafen in Rückenlage, geeignete Schlafumgebung, rauchfreie Umgebung, usw. – Beachten Sie hierzu bitte auch die empfohlenen Präventionsmaßnahmen). Durch rasches Einleiten von Erste-Hilfe-Maßnahmen besteht im Ernstfall zudem die Möglichkeit die Überlebenschancen des Kindes deutlich zu erhöhen (innerhalb der ersten Sekunden bis Minuten). Es sind jedoch auch Fälle bekannt, in denen Kinder im Arm der Eltern oder unter Monitor-Überwachung im Krankenhaus „am“ plötzlichen Kindstod verstorben sind.

Wie gestalte ich eine sichere Schlafumgebung für mein Baby?

Wie gestalte ich eine sichere Schlafumgebung für mein Baby?

Lassen Sie Ihr Kind in einem eigenen Babybett im Schlafzimmer der Eltern schlafen. Achten Sie beim Aufstellen des Bettes darauf, dass dieses vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist und nicht zu nahe an potentiellen Gefahrenquellen und Wärmequellen steht. Die Zimmertemperatur sollte im Bereich von 16 bis 18 Grad Celsius liegen.

Verwenden Sie keine Bettdecken, Kopfkissen, Schaffelle oder Nestchen, da hier ein potentielles Erstickungs- und Überhitzungsrisiko besteht. Anstelle von herkömmlicher Bettwäsche sollte jedenfalls auf einen geeigneten Babyschlafsack zurückgegriffen werden, welcher diese Risiken ausschließt und Ihr Baby zudem dabei unterstütz in der sicheren Rückenlage zu schlafen.

Auch der Wahl einer geeigneten Babymatratze kommt eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Die Matratze sollte maximal 10 cm hoch und nicht zu weich sein. Achten Sie auf ein schadstoffarmes Material und einen trittfesten Rand und verwenden Sie keinen Kunststoff-Schonbezug oder Gummiauflage für die Matratze! Beachten Sie hierzu unsere Informationen und Hinweise zur Wahl einer geeigneten Matratze fürs Babybett.

Was kann ich tun um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu reduzieren?

Was kann ich tun um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu reduzieren?

Rauchen Sie keinesfalls während der Schwangerschaft, Stillzeit sowie in der Umgebung des Babys. Rauchen wurde in zahlreichen Studien als einer der größten Risikofaktoren identifiziert. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht in Bauchlage schläft – das Schlafen in einer stabilen kann zahlreichen Studien zufolge das Risiko um bis zu 50% senken. Eine Bauchlage (aber auch Seitenlage) beim Schlafen sollte solange wie möglich vermieden werden. Ein geeigneter Babyschlafsack kann Ihr Baby dabei unterstützen in Rückenlage zu bleiben.

Achten Sie unbedingt auf die Gestaltung einer sicheren Schlafumgebung – Durch die Gestaltung einer geeigneten Schlafumgebung, kann das Risiko einer CO2 Rückatmung und Überhitzung des Babys deutlich verringert werden. Faktoren wie die Zimmertemperatur im Schlafraum, aber auch die Gestaltung und Wahl geeigneter Betten, Matratzen und Bettbezüge spielen hier eine wichtige Rolle. Entsprechende Empfehlungen und Tipps finden Sie in unseren Hinweisen zur Gestaltung einer idealen Schlafumgebung.

Ist mein Baby ein Risikokind?

Ist mein Baby ein Risikokind?

Als Risikobabys gelten insbesondere Kinder drogenabhängiger Eltern, Früh- und Neugeborene nach Intensivtherapie, Kinder mit starkem Untergewicht bei der Geburt (unter 2000g Geburtsgewicht), Mehrlingskinder und nachfolgende Geschwister von an Plötzlichem Kindstod verstorbenen Kindern. Weitere Faktoren, die auf eine erhöhte Gefährdung hinweisen können sind starke Schweißausbrüche während des Schlafs, wiederholtes Blau- oder Blass-werden ohne erkennbaren Grund oder Erkrankung, oder längere Atempausen während des Schlafens (über 15 Sekunden). Ob Ihr Kind aus medizinischer Sicht als Risikokind gilt, wird im Krankenhaus und in regelmäßigen Vorsorgechecks ermittelt. Rauchen der werdenden Mutter in Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch das Passivrauchen des Kindes kann den Einfluss anderer Risikofaktoren verstärken.

In welchem Alter ist das Risiko für den plötzlichen Kindstod am höchsten?

In welchem Alter ist das Risiko für den plötzlichen Kindstod am höchsten?

Laut umfangreicher Statistiken ereignen sich die meisten Fälle von plötzlichem Kindstod in den ersten 6 Lebensmonaten (90%), wobei sich insbesondere zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat eine besonders kritische Phase zeigt. Nur vereinzelt treten Fälle bei Kindern auf, die 12 Monate oder älter sind. Der SIDS-Tod passiert dabei schnell und lautlos, ohne Anzeichen von Leiden oder Schmerz und ohne dass sich im Vorfeld Hinweise zeigen, die eine besondere (Gesundheits-)Gefährdung vermuten lassen. Im Winter und Herbst treten mehr Fälle auf als in den warmen Monaten, Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen.

Angel Care & CO - Ja oder Nein?

Angel Care & CO - Ja oder Nein?

Obwohl nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann, dass durch eine Überwachung des Babys das „Risiko Plötzlicher Kindstod“ reduziert werden kann, können technische Überwachungssysteme eine große Hilfe und wertvolle Unterstützung für besorgte Eltern darstellen.

Die modernen Geräte namhafter Hersteller wie z.B. Angel Care weisen dabei eine maximal reduzierte Elektrosmogbelastung auf und wurden in unabhängigen Tests als ungefährlich eingestuft (Öko-Test 11/2009: sehr gut). Besonders geeignet sind Sensormatten, die unter die Babymatratze gelegt werden um die Bewegungen (auch Atembewegungen) des Kindes zu registrieren.

Werden über einen gewissen Zeitraum (meist 20 Sekunden) keine Kindsbewegungen, also auch Atmungsbewegungen mehr registriert, schlägt das Gerät sofort Alarm und ermöglicht so den Eltern im Ernstfall rasch reagieren zu können.

Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass das Gerät in seiner Aufnahmesensibilität richtig eingestellt ist, damit einerseits keine externen Bewegungen als vermeintliche Kindsbewegungen registriert werden (Nicht-Alarm) und es anderseits zu keinen Fehlalarmen kommt, wenn das Baby ruhig schläft.

Vor allem in Kombination mit einem Säuglings-Erste-Hilfe-Kurs kann ein Überwachungssystem die Überlebenschancen Ihres Babys erhöhen. Beunruhigten Eltern wird daher der Einsatz von Sensormatten als zusätzliche Sicherheit empfohlen, vor allem um den Alltag und den Umgang mit der Sorge ums Kind im kritischen Alter zu erleichtern. Eine Übersicht verschiedener empfohlener Geräte zur Baby-Überwachung finden die hier.

Wie erkenne ich eine sichere Babymatratze?

Wie erkenne ich eine sichere Babymatratze?

Moderne, hochwertige Matratzen für das Babybett zeichnen sich heutzutage nicht nur durch die äußerst geringste Schadstoffbelastung, sondern auch durch eine maximale Verminderung einer möglichen CO2-Rückatmung des Babys aus (Wiedereinatmen der eigenen Ausatemluft). Dies wird durch Luftkanäle, die senkrecht und waagrecht durch den Matratzenkern verlaufen, erreicht. Zu beachten ist, dass sich die oftmals verwendete Bezeichnung „atmungsaktiv“ auf die Aufnahme- und Wiederabgabefähigkeit von Feuchtigkeit bezieht, NICHT jedoch auf eine entsprechende Verarbeitung um das Risiko einer CO2-Rückatmung zur verringern.
Außerdem sollten geeignete Matratzen nicht zu weich und höher als 10cm sein – dabei sollte auf einen trittfesten Rand geachtet werden, um Unfälle zu vermeiden, wenn sich Ihr Baby später an den Gitterstäben hochzieht und stehen kann. Verwenden Sie keinesfalls Schonbezüge aus Kunststoff oder Gummiauflagen für die Matratze. Im Gegensatz zu anderen Teilen der Babyausstattung wird empfohlen die Babymatratze unbedingt neu zu erwerben und keine Second Hand Matratzen zu verwenden (mögliche Risiken durch z.B. Pilzsporen, Bakterien).

Was soll ich meinem Baby zum Schlafen anziehen?

Was soll ich meinem Baby zum Schlafen anziehen?

Babys regulieren ihre Körpertemperatur über den Kopf. Betten Sie Ihr Baby in Rückenlage und achten Sie darauf, dass Kopf und Gesicht Ihres Babys während des Schlafens nicht überdeckt werden können, um Überhitzung und Erstickung Ihres Kindes zu verhindern. Aus diesem Grund wird die Verwendung eines Babyschlafsackes ausdrücklich empfohlen.

Die Bekleidung des Babys sollte an die Raumtemperatur angepasst werden (oft reicht ein Body und ein leichter Schlafanzug). Eine nützliche Orientierungshilfe besteht darin, Ihrem Baby genau so viel anzuziehen, wie Sie sich selbst anziehen würden – um sich wohlig warm zu fühlen, nicht zu kalt und nicht zu warm. Die Temperatur ihres Kindes lässt sich am besten an der Brust oder zwischen den Schulterblättern überprüfen, die sich warm anfühlen sollten (keine Sorge wenn die Hände oder Füße ihres Babys kühler sind, das ist normal).

Ich habe große Angst vorm plötzlichen Kindstod und mache mir große Sorgen, was kann ich tun?

Ich habe große Angst vorm plötzlichen Kindstod und mache mir große Sorgen, was kann ich tun?

Wissenschaftliche Studien zeigen: Der beste Weg, um das Risiko für Plötzlichen Kindstod zu reduzieren, besteht darin, das Baby in Rückenlage Schlafen zu legen, auf eine rauchfreie Umgebung zu achten und eine geeignete Schlafumgebung für das Baby herzustellen. Viele Eltern empfinden es als Beruhigung zusätzlich zur Einhaltung dieser Regeln mit einem Baby-Überwachungssystem vorzusorgen (z.B. Angel Care, Baby Life Guard, usw.).

Wenn Sie sich an diese Empfehlungen halten (und nicht zu einer medizinischen Risikogruppe gehören), haben Sie das bestmögliche getan, um das Risiko für Ihr Kind so klein wie möglich zu halten. Übermäßige Angst ist auch auf Grund der immer weiter sinkenden Zahl der SIDS-Fälle nicht angebracht. Nehmens Sie ungewöhnliche Verhaltensmuster oder Symptome Ihres Kindes ernst, achten Sie aber darauf nicht selbst „krank“ vor Sorge zu werden und nehmen Sie gegebenenfalls psychologische Hilfe in Anspruch.