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Stiegen und Treppen – unterschätzte Gefahrenquelle für Babys

Im ersten Jahr ihres Lebens machen Babys eine rasante Entwicklung durch: Bestand ihre Welt am Anfang noch aus dem stundenlangen Liegen auf dem Rücken und dem Betrachten der Umgebung aus einem sehr eingeschränkten Blickwinkel, erhalten sie mit wachsender Mobilität die Möglichkeit, ihren Radius enorm zu erweitern und ihren Lebensraum mit Neugier und Wissensdurst zu erkunden.

Treppen und Stiegen als Gefahrenquelle für BabysDie stolzen Eltern kleiner Abenteurer sollten daher früh genug damit beginnen, potentielle Gefahrenquellen in der eigenen Wohnung ausfindig zu machen und diese zu sichern. Dann steht lustigen Erkundungstouren seitens des Nachwuchses nichts mehr im Weg!

Neben Steckdosen, Schubladen oder spitzen Kanten an verschiedenen Möbelstücken stellen für Babys und Kleinkinder auch Treppen in der eignen Wohnung wie folgend dargestellt eine nicht unerhebliche Gefahr dar, welche jedoch kostengünstig und mit wenig Aufwand eliminiert werden kann.

Unfallquelle Stiegen und Treppen

Eine von manchen Eltern oftmals unterschätzte Gefahrenquelle für quirlige Babys sind Treppen und Stiegen – selbst wenn es sich dabei nur um zwei kleine Stufen handelt, die von der Terrasse in den Garten führen. So normal für uns Erwachsene das Überwinden einer Handvoll Stufen auch ist – für Babys bedeuten sie unbekanntes Terrain. Woher soll ein Kleinkind bei der ersten Begegnung mit einer Treppe auch wissen, dass es hier plötzlich steil bergab geht? Es wird sich vertrauensvoll und voller Eifer auf sein Ziel hinzubewegen und gar nicht merken, dass sich am Boden auf einmal eine Veränderung ergibt. Tapsig und ungelenk wie die ersten Krabbel- und Gehversuche eben ausfallen, kann das Auftauchen von Stufen schnell in einer Katastrophe enden, da es dem Kleinkind unmöglich sein wird, das Überraschungsmoment zügig zu überwinden und seinen Körper im Gleichgewicht zu halten – die unangenehme Folge: ein Sturz, der im schlimmsten Fall erst am untersten Treppenabsatz enden wird.

In harmlosen Fällen zieht sich der Nachwuchs dabei nur ein paar blaue Flecke zu und braucht lediglich den elterlichen Trost, um sich wieder zu beruhigen. Doch je nachdem, wie hoch und wie steil jene Treppe ist, die zum Unfall geführt hat, muss man leider auch mit dramatischeren Konsequenzen (von einer Gehirnerschütterung bis hin zum Todesfall) rechnen.

Achtung: Nicht nur Treppen und Stiegen, die nach unten führen, bergen ein hohes Unfallrisiko. Findet das mobile Kleinkind eine Treppe, die beispielsweise in ein höheres Stockwerk führt, kann seine Neugier recht schnell geweckt werden. Wenn der fidele Sprössling dann auch noch über eine gehörige Portion Mut und die grundlegenden Fertigkeiten verfügt, wird er das Abenteuer Treppenaufstieg sicher rasch in Angriff nehmen. Ein falscher Tritt oder das Schwinden der Kräfte auf der Hälfte des Weges lassen uns dann wieder bei dem oben erwähnten Szenario landen: Das Kind kann sich nicht mehr halten und stürzt mehrere Stufen in die Tiefe.

Möglichkeiten zur Unfallprävention

Eine Möglichkeit, um gefährliche Treppenstürze zu verhindern, ist sicherlich die Begleitung des Kindes durch die Eltern. Wer sein Kind nicht aus dem Auge lässt, kann die schlimmsten Unfälle rechtzeitig verhindern. Außerdem können die begleitenden Aufsichtspersonen ein Kind, dessen Interesse an den Stiegen und Treppen plötzlich geweckt ist, liebevoll an den sicheren Umgang mit diesen kleinen Hürden des Alltags heranführen und ihm dabei Halt und Sicherheit geben. Indem die Mutter oder der Vater langsam vorausgehen und ihm Stufe für Stufe zeigen, wie das Hindernis  zu überwinden ist, wird es schnell verstehen, wie es die Treppe gefahrlos rauf und runter kommt.

Wichtig: Ein Kind, welches bereits früh die sichere Handhabung verschiedener Gefahrenquellen erlernt, wird, wenn es mal alleine unterwegs sein sollte, weniger Unfälle erleiden als eines, dem diese Erfahrung lange verwehrt bleibt.

An dieser Stelle sei es den Eltern gestattet, ungläubig mit dem Kopf zu schütteln und sich zu fragen, wie es denn gehen soll, dass sie ständig ihrem Kind nachlaufen, um es zu kontrollieren und etwaige Unfälle zu verhindern. Natürlich ist diese Vorstellung vollkommen weltfremd und ist niemals zu 100% durchführbar. Aus diesem Grund können verantwortungsbewusste Eltern auf effektive Hilfsmittel zurückgreifen, um die Sicherheit ihres Sprösslings auch ohne ständige Kontrolle und Überwachung zu gewährleisten.

Treppenschutzgitter zur Vermeidung von Unfällen

Die beste Möglichkeit, um Unfälle auf Stiegen und Treppen zu vermeiden, ist die Montage eines Treppenschutzgitters. Dies sind äußerst stabile Gitterkonstruktionen aus Holz oder Metall, die so vor einer Treppe befestigt werden können, dass kleine Entdecker keine Chance haben, alleine zur Gefahrenquelle zu gelangen.

Treppenschutzgitter – darauf kommt es an

Um den größtmöglichen Schutz für den Nachwuchs gewährleisten zu können, ist es ratsam, beim Kauf eines Treppenschutzgitters darauf zu achten, dass das ausgewählte Produkt über diverse Prüfsiegel verfügt (beispielsweise eine Auszeichnung vom TÜV und das GS-Siegel) und  sich mit Hilfe von Schrauben oder alterntiver Fixiermechanismen fest an den Wänden montieren lässt. Schlecht befestigte Teppenschutzgitter bieten keinen ausreichenden Schutz, da sie sich eventuell durch ausgiebiges Rütteln aus der Halterung lösen und den direkten Weg zur Gefahrenquelle freigeben können.

  • Hauck Treppenschutzgitter
  • Guard Me by Baby Dan
  • Geuther Türschutzgitter

Das Squeeze Handle Safety Gate des Qualitätsherstellers Hauck gehört mit zu den beliebtesten und am häufigsten bewerteten Kinderschutzgittern. Dieses Treppen- und Türschutzgitter ist aus pulverbeschichtetem Stahl gefertigt und lässt sich mittels Druckbefestigung völlig ohne Werkzeug in nur wenigen Handgriffen installieren.

Wie auch alle anderen Hauch Schutzgitter ist das Squeeze Handle Safety Gate GS-Zertifiziert und bietet damit ein Höchstmaß an Sicherheit. Auch ÖKO Test bewertete dieses Modell in der Ausgabe 9/2014 mit Gut!
Dieses Tür- und Treppenschutzgitter kann beidseitig über einen manuellen Verriegelungsmechanismus (mit nur einer Hand bedienbar) geöffnet werden und eignet sich für folgende Breiten:

  • Ohne Verlängerung zwischen 75 und 81 cm
  • Mit Verlängerung (1x14cm) zwischen 89 und 95 cm

Hinweis: Ein Verlängerungselement (14cm) ist bereits im Lieferumfang enthalten.

Baby Dan ist ein bekannter dänischer Hersteller für Baby- und Kinder Sicherheitsprodukte. Das Sortiment umfasst dabei natürlich auch verschiedene qualitativ hochwertige und innovative Treppenschutzgitter. Besonders Beliebt in dieser Kategorie ist das Guard Me Schutzgitter, welches sich insbesondere auch für schmalere Räume oder Treppen eignet. Im Gegensatz zu klassischen Schutzgittern besteht dieses Treppenschutzgitter aus flexibelen PVC-freien Panelen und funktionier im Prinzip wie eine Falttür – es muss also keine Türe in den Raum hinein geöffnet werden.

Das TÜV GS geprüfte Guard Me Treppenschutzgitter ist für Kinder bis zu 2 Jahren geeignet, nimmt auf Grund des patentierten Schließ- und Öffnungsmechanismus kaum Platz in Anspruch, und eignet sich für Öffnungen zwischen 55 und 89 cm. Mittels der optional erhältlichen Extend-A-Guard Verlängerung sind sogar Abstände bis zu 113,5 cm möglich.

Bei diesem Türschutzgitter des Herstellers Geuther handelt es sich um ein klassisches schwenkbares Treppenschutzgitter, welches komplett in Deutschland und aus massiver Buche hergestellt wird.

Prinzipiell ist dieses Modell dabei in zwei verschiedenen Farben (natur und weiß) erhältlich und eignet sich je nach Ausführung für eine Breite von 58 bis 105 cm bzw. 86 bis 133 cm. Zur Installation ist eine Schraubmontage vorgesehen, welche es auch ermöglicht die Anschlagsseite und Öffnungsrichtung frei zu wählen

Das Geuther 2732 Treppenschutzgitter wurde von TÜV Thüringen nach EN 1930:2011 geprüft und mit dem GS-Zeichen ausgezeichnet, es werden demnach alle sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt.

Tipp: Treppenschutzgitter sind nicht nur an Stiegen und Treppen eine gute Maßnahme zur Unfallprävention – werden sie am Türrahmen befestigt, verhindern sie, dass der quirlige Sprössling einen für ihn gefährlichen Raum (zum Beispiel die Küche) betritt oder aus einer bestimmten Zone (zum Beispiel das Kinderzimmer) türmt.

Damit die erwachsenen Mitglieder des Haushaltes nicht ständig über das Treppenschutzgitter klettern müssen, um eine Treppe nutzen oder einen wichtigen Raum betreten zu können, verfügen viele Modelle über eine integrierte Tür. Diese lässt sich natürlich fest verschließen, damit ein cleverer Beobachter den Schutzmechanismus nicht einfach „austricksen“ kann.

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