Plötzlicher Kindstod – Informationen und Prävention

Plötzlicher Kindstod, plötzlicher Säuglingstod bzw. Krippentod ist auch unter der Abkürzung SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) bekannt und bezeichnet das plötzliche und unerwartete Versterben eines Babys oder auch Kleinkindes im ersten Lebensjahr.

Der plötzliche Kindstod kann trotz zahlreicher genauer Untersuchungen der betroffenen Kleinkinder, der Betrachtung des Sterbeortes sowie auch der Dokumentation der Krankengeschichte der Eltern sowie des Kleinkindes selbst, auch heutzutage noch nicht eindeutig erklärt werden.

Der  Zeitraum, in welchem der plötzliche Kindstod stattfinden kann ist in der Regel das erste Lebensjahr des Kindes, wobei hier besonders Kinder zwischen dem 2. und 4. Lebensmonat am stärksten betroffen sind. Jedoch ereignen sich bis zu 6% dieser ungeklärten Todesfälle auch noch nach dem ersten Lebensjahr des Kindes.

Plötzlicher Kindstod (SIDS) ist keine Krankheit oder Seuche sondern alleine eine Diagnose wenn ein scheinbar gesundes Kleinkind, welches unter 1 Jahr alt ist, ohne jegliche Anzeichen verstirbt. Wenn also bei der im Anschluss stattfindenden Untersuchung, Autopsie und der Berücksichtigung eventueller familiärer Vorbelastungen keine präzise Todesursache festgestellt werden kann spricht man vom plötzlichen Kindstod.

Der plötzliche Kindstod gilt in den Industrienationen als die häufigste Todesursache bei Kindern unter einem Jahr.

Allein Deutschland starben im Jahr 2005 insgesamt 323 Kleinkinder am plötzlichen Kindstod. wobei das Risiko dafür somit 0,04% beträgt. In Österreich starben im gleichen Jahr insgesamt 31 Kinder an SIDS.
Der Risikofaktor in beiden Ländern liegt demnach bei ca. 0,04%.

Die „gute“ Nachricht hinter diesen Zahlen ist, dass sich aufgrund der verbesserten Vorsorge, sowie zahlreichen Möglichkeiten zur Risikoverminderung durch eine bewusste Gestaltung der Schlafumgebung des Kindes, die Zahl der am plötzlichen Kindstod verstorbenen Kinder seit 1990 um ca. 60% verringert hat.
Eine Übersicht verschiedner Empfehlungen zur Gestaltung einer idealen Schlafumgebung für Ihr Baby finden Sie im Bereich Produkte!

Aus weiteren Statistiken geht außerdem hervor:

  • Jungen sind mit etwa 60 % etwas häufiger betroffen als Mädchen
  • Etwa 2/3 der Todesfälle treten in den Wintermonaten ein
  • Ca. 80% der Todesfälle ereignen sich vor dem sechsten Lebensmonat
  • Am häufigsten tritt der plötzliche Kindstod vom 2. bis 4. Lebensmonat auf
  • Die meisten Todesfälle treten in den frühen Morgenstunden auf
  • Jüngere Geschwisterkinder sind häufiger betroffen, insbesondere bei schneller Geburtenfolge

Der Verlust eines Kindes ist für jede Familie ein unbeschreiblich großes Leid.

Wir möchten auf unserer Webseite versuchen, alle wichtigen und aktuellen Informationen über den plötzlichen Kindstod, die wir im Rahmen unserer Recherchen zusammentragen zur Verfügung zu stellen, und damit zur weiteren Reduzierung der Todesfälle durch den plötzlichen Kindstod beitragen!