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Baby Matratze reinigen und pflegen

In den ersten Monaten seines Lebens schläft ein Baby zwischen 13 und 15 Stunden pro Tag. Dieser große Bedarf an Erholung verteilt sich auf mehrere Schlafphasen, die jeweils zwischen 3 und 4 Stunden anhalten. Das bedeutet, dass der geliebte Nachwuchs nach der Geburt mehr Zeit auf seiner Babymatratze verbringen wird als woanders in der Wohnung.

Baby Matratze reinigen und pflegenIn diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage nach der geeigneten Matratzenreinigung und welche regelmäßigen Pflegemaßnahmen jedenfalls ergriffen werden sollten.
Um den stolzen Eltern dabei zu helfen, dem Neugeborenen einen gesunden und erholsamen Schlaf zu schenken, folgen nun einige praktische Pflegetipps für die Babymatratze.

Erste Maßnahmen für einen erholsamen Schlaf

Das Auswählen einer passenden Babymatratze allein reicht nicht aus, um den bestmöglichen Schlaf für den Nachwuchs zu gewährleisten. Viele Eltern wissen aus Erfahrung, dass neuen Textilien oftmals ein leicht chemischer Geruch anhängt. Dies ist auch dann der Fall, wenn das Produkt nachweislich keine schädlichen Stoffe enthält und mit vertrauenswürdigen Prüfsiegeln aufwarten kann. Der Geruch entsteht hauptsächlich durch die luftdichte Verpackung, in welcher die Schlafunterlage lange Zeit verweilt.

Damit das Neugeborene nicht mit diesem unangenehmen Geruch konfrontiert wird, sollte die neue Babymatratze vor dem Eintreffen des Kindes gelüftet werden. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis sich der Duft komplett verflüchtigt hat. Aus diesem Grund ist es ratsam, mit dem Lüften der Matratze rechtzeitig vor dem errechneten Geburtstermin zu beginnen.

Lüften bleibt ein wichtiges Thema

Das richtige Lüften der Babymatratze bleibt während der gesamten Nutzungsdauer ein sehr wichtiges Thema für die Eltern des Neugeborenen. Es ist anzuraten, die Schlafunterlage mindestens einmal im Jahr komplett und sehr gründlich durchzulüften. Während dieses Vorgangs werden optimalerweise alle Bezüge entfernt und jedes Hindernis, welches die Luftzufuhr blockieren könnte (beispielsweise Schubladen unter dem Bettkasten), aus dem Weg geräumt. Besonders effektiv ist das Aufstellen der Matratze, da auf diese Weise der größtmögliche Bereich abgedeckt werden kann.

Die tägliche Routine gegen Feuchtigkeit in der Matratze

Neben der erwähnten Komplettlüftung, die einmal pro Jahr wiederholt wird, sollten sich die Eltern auch noch eine tägliche Routine angewöhnen, um gegen aufkommende Feuchtigkeit in der Matratze anzugehen. Jeder Mensch schwitzt nachts – auch Babys.
Die auf diese Weise abgesonderte Feuchtigkeit wird an die Matratze weitergegeben und muss nach dem Aufstehen die Möglichkeit haben, aus dieser zu entweichen. Damit dies geschehen kann, sollte das Kinderbett nicht gleich nach dem Aufstehen gemacht werden.
Idealerweise wird das Bettzeug von der Babymatratze entfernt und an anderer Stelle gelagert, damit sich die angesammelte Feuchtigkeit verflüchtigen kann. Dies dauert circa eine halbe Stunde. Zusätzlich wird das Schlafzimmer mindestens einmal am Tag stoßgelüftet. Dazu wird das Fenster für 20 Minuten weit geöffnet. Hervorragend dafür geeignet ist die Zeit direkt nach dem Aufstehen.

Übrigens: Schubkästen unter dem Bett sind sehr praktisch, denn sie bieten enormen zusätzlichen Stauraum. Der Babymatratze tun sie jedoch keinen Gefallen, da sie eine gute Zirkulation der Luft verhindern. Eltern, die auf Schubkästen unter dem Bett nicht verzichten möchten, sollten diese daher einmal pro Woche für 12 Stunden entfernen, um der Matratze die Möglichkeit zum „Durchatmen“ zu verschaffen. Nur auf diese Weise lässt sich ein Befall der Babymatratze mit gefährlichen Schimmelpilzen verhindern!

Das perfekte Klima im Raum

Das richtige Klima im Kinderzimmer sorgt dafür, dass sich nicht nur der Nachwuchs dort so richtig wohlfühlen kann. Auch die Babymatratze profitiert von einem perfekten Zusammenspiel zwischen geregelter Raumtemperatur und kontrollierter Luftfeuchtigkeit.
Empfohlen wird, dass die Temperatur des Schlafzimmers kontinuierlich etwa 18 Grad Celsius betragen sollte. Dies ist während der wärmeren Monate natürlich leichter einzuhalten als im Winter. Dennoch ist es nicht ratsam, den Raum in der kalten Jahreszeit zu stark zu beheizen. Die Temperatur darf allerdings auch nicht dauerhaft unter 10 bis 12 Grad Celsius fallen.

Wenn die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer des Babys zwischen 40 und 50% liegt, ist das Klima genau richtig für Kind und Matratze. Steigt der Wert auf über 60% besteht die Gefahr, dass sich zu viel Feuchtigkeit an der Schlafunterlage niederschlägt und somit die Bildung von Schimmel begünstigt wird.

Matratzen wollen „in Bewegung“ bleiben

Die ausgedehnten Ruhephasen des Babys bewirken eine langanhaltende, einseitige Belastung der Matratze. Dadurch können unangenehme Kuhlen entstehen, welche sich schon bald negativ auf den Schlaf des Kindes auswirken werden.
Um dem entgegen zu wirken wird empfohlen, die Babymatratze regelmäßig zu wenden. Neue Schlafunterlagen sollen anfangs häufig (ca. alle 3 bis 4 Wochen) gewendet werden. Nach den ersten drei Monaten des regen Gebrauchs reicht es dann aus, diese Prozedur einmal pro Quartal zu wiederholen. Beim Wenden ist zu beachten, dass nicht nur die Unterseite nach oben gekehrt wird, sondern auch, dass Kopf- und Fußende getauscht werden.

Eine gute Anschaffung: Auflagen und Schoner

Matratzenauflagen sind wunderbare kleine Helfer, die dazu beitragen, möglichst lange Freude an der Babymatratze zu haben. Sie können mehrere Funktionen erfüllen.
Einige Auflagen verhindern beispielsweise, dass sich Hausstaubmilben im Bett vermehren und sind somit für Allergiker besonders gut geeignet.

Unterscheide zwischen Matratzenauflage und Matratzenschoner

Wasserdichte Matratzenauflagen verhindern das Durchdringen von Nässe zur Matratze. In einem Haushalt mit kleinen Kindern, denen nachts schon mal das eine oder andere Missgeschick passieren kann, sind diese Auflagen meist sehr weit verbreitet. Besonders wichtig ist hier jedoch, dass diese Auflagen Atmungsaktiv sind um eine Überhitzung und Wärmestau zu verhindern.

Matratzenschoner werden – im Gegensatz zu den Auflagen – auf den Lattenrost gelegt und bilden somit eine Schutzbarriere zwischen der Schlafunterlage und dem Rost. Sie verhindern, dass Schmutz und Staubpartikel an die Unterseite der Matratze gelangen und beugen Druckstellen vor.

Matratze reinigen – darauf kommts an

Die regelmäßige Reinigung der Matratze ist eine Prozedur, die man direkt mit dem Wenden der Matratze verbinden kann. Ober- und Unterseite werden dann sehr sanft mit einer Bürste von Staub und Schmutz befreit.

Besitzt die Matratze einen abnehmbaren Bezug, schadet es nicht, diesen ebenfalls regelmäßig zu reinigen. Die meisten Bezüge sind heutzutage waschmaschinenfest und können bei bis zu 60 Grad Celsius gewaschen werden. Gerade beim Kauf von Babymatratzen sollte darauf geachtet werden, dass ein abnehmbarer Bezug vorhanden ist. Es empfiehlt sich überdies, die Bezüge nicht nur bei Verschmutzung, sondern zusätzlich alle 3 Monate einmal zu waschen.

 

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